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So fließen die Mittel: 220 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen.

Der Gesundheitsfonds

Krankenkassen erheben von Ihren Mitgliedern zwar Beiträge, verwenden diese Einnahmen aber nicht selbst, sondern leiten sie direkt an den Gesundheitsfonds weiter. Der Gesundheitsfonds überweist den Krankenkassen dann Geld zurück. Er tut dies nach einem Verteilungsschlüssel, der nichts mit den durch die einzelnen Krankenkassen erzielten Einnahmen zu tun hat. Vielmehr werden die Mittel je nach Versichertenstruktur berechnet. 

Eine Krankenkasse mit eher älteren oder vielen kranken Mitgliedern erhält mehr Mittel als eine Krankenkasse mit eher jüngeren und gesünderen Mitgliedern. Dies führt zu erheblichen Unterschieden bei den Zahlungen je Versicherten des Gesundheitsfonds an die Krankenkassen. So erhielt die Debeka BKK im Jahr 2016 nur 1581,42 Euro je Versicherten, die AOK Sachsen-Anhalt dagegen 4080,94 Euro.

Die erheblichen Unterschiede ergeben sich aus einem Berechnungsverfahren, das "morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich" (RSA) genannt wird und höchst umstritten ist. Tatsächlich führt der Risikostrukturausgleich zu ganz erheblichen Mitteltransfers von einer Krankenkasse zu anderen. Bis 2020 soll dieses Verfahren reformiert werden.

Der Gesundheitsfonds ist beim Bundesversicherungsamt angesiedelt und verwaltet im Jahr 2018 Mittel in Höhe von rund 222 Milliarden Euro.