Zur Navigation
Zum Inhalt

AOK-Chef: 15,8 Prozent möglich

AOK will Zusatzbeiträge vermeiden

Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Hans Jürgen Ahrens rechnet zum Start des Gesundheitsfonds mit einem Krankenkassen-Beitragssatz von bis zu 15,8 Prozent. Zum 1. Januar 2009 gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen ein einheitlicher Beitragssatz. Die Bekanntgabe der genauen Zahl durch die Bundesregierung wird für Anfang Oktober 2008 erwartetet.




Ein Satz von 15,8 Prozent würde deutlich über dem aktuellen Durchschnittswert der Krankenkassen liegen. AOK-Chef Ahrens begründet die Zahl mit seinem Anspruch an den Gesundheitsfonds, die Ausgaben der Krankenkassen für 2009 100-prozentig zu decken. Daher müsse der Gesundheitsfonds auch Erhöhungen der Honorare berücksichtigen, die die Bundesregierung den Ärzten und den Krankenhäuser zuletzt zugestanden hätte.

Zum Thema Honorarerhöhung sagte Hans Jürgen Ahrens auf dem Presseseminar des AOK-Bundesverbandes – „Wer den niedergelassenen Ärzten 2,5 Milliarden Euro mehr zubilligt und ein Reformpaket für die Kliniken schnürt, das rund 4,5 Milliarden Euro kosten könnte, der muss auch sagen, woher dieses Geld kommen soll und dafür Sorge tragen, dass der Gesundheitsfonds entsprechend gefüllt ist“.

Auch für die Kostenfaktoren Medikamente, Krankengeld und Fahrkosten geht AOK-Chef Ahrens von einer Ausgabenentwicklung aus, die über der Einkommensentwicklung der Beitragszahler liegen wird. Ebenso müsse der Aufbau der Liquiditätsreserve in die Festlegung des einheitlichen Krankenkassen-Beitragssatzes eingehen. Je nachdem wie die Bundesregierung diese kostensteigernden Faktoren handhabt, seien auch noch höhere Beitragssätze denkbar.

Für die 15 Mitgliedskassen der AOK-Gemeinschaft stellt Ahrens den Anspruch, einen Zusatzbeitrag für die Versicherten im Jahr 2009 unbedingt zu vermeiden. Perspektivisch sei aber der maximale Zusatzbeitrag von 1 Prozent des Bruttolohns für alle Kassen unvermeidbar. Ursächlich sei die Regelung, dass der Beitragssatz erst erhöht werden muss, wenn der Fonds weniger als 95 Prozent der Gesundheits-Ausgaben deckt.

Besonders gefährdet durch den Gesundheitsfonds sieht der AOK-Chef Ahrens die paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Bereits seit 2005 müssten Arbeitnehmer 0,9 Prozent des Krankenkassen-Beitragssatzes ohne Beteiligung der Arbeitnehmer tragen. Durch die vom AOK-Chef erwarteten Zusatzbeiträge würde sich dieser Anteil nun auf 1,9 Prozentpunkte erhöhen.

Krankenkassen-Wechselservice

In diese Kassen online wechseln - schnell, sicher und bequem