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Die erste Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung

Höhere Pflegebeiträge und verbesserte Leistungen

Die erste Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung 1995 ist in Kraft getreten. Der Beitrag steigt um 0,25 Punkte auf 1,95 Prozent, auf 2,2 Prozent für Kinderlose. Das soll bis 2014 reichen.




Die Kernpunkte der Reform:

  • Leistungen für ambulante Sachleistungen steigen in Pflegestufe eins von 384 auf 420 Euro, in Pflegestufe zwei von 921 auf 980 Euro und in Pflegestufe drei von 1432 auf 1470 Euro im Monat. Das Pflegegeld steigt auf 215 Euro in Stufe eins (zwei: 420, drei: 675), die Leistung bei stationärer Versorgung auf 1470 in Stufe drei (1750 Euro für Härtefälle). Zwei weitere Anhebungen folgen jeweils bis 2012. Die Beträge für ambulante Härtefälle und für Stufe eins und zwei bei stationärer Pflege bleiben gleich. Die Abwertung der Leistungen durch die Inflation in den vergangenen Jahren wird durch die Verbesserungen nach Angaben der Krankenkassen nicht aufgefangen.
  • Altersverwirrte Menschen erhalten bei Betreuung zu Hause statt maximal 460 Euro jährlich 1200 Euro bei geringerem Bedarf und 2400 Euro jährlich bei per Gutachten bestätigtem erhöhtem Bedarf - erstmals auch ohne Einordnung in eine Pflegestufe.
  • Bei Betreuung im Heim wird die Versorgung Demenzkranker durch die Einstellung zusätzlicher Kräfte mit einer Mindestqualifikation verbessert.
  • Angehörige bekommen Anspruch auf bis zu sechs Monate unbezahlte Pflegezeit mit Jobgarantie in Betrieben ab 15 Angestellten. Für die akute Organisation von Pflege bekommen Beschäftigte Anspruch auf eine unbezahlte, bis zu zehntägige Freistellung.
  • Weitere Elemente der Reform zielen auf die Absicherung der medizinischen Versorgung in den Heimen ab sowie auf intelligentere Modelle, mit denen mehrere Betroffene Pflegedienste gemeinsam in Anspruch nehmen können.
  • Weitere Teile der Pflegereform für die knapp 2,2 Millionen Pflegebedürftigen folgen verpflichtend ab 2009, etwa bessere Beratung durch Fallmanager, möglichst angesiedelt in Pflegestützpunkten. Die Einrichtung dieser Stellen ist den Ländern freigestellt.
  • Gegen Missstände und Qualitätsmängel werden Pflegeeinrichtungen ab 2011 jährlich geprüft, Prüfergebnisse veröffentlicht und die Häuser gekennzeichnet - ähnlich wie mit Sternen am Hotel.

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