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Von Apotheke bis Krankengymnastik

Weitere Leistungserbringer

Eine Vielzahl von Anbietern von Gesundheitsleistungen wie Ergotherapeuten oder Hebammen stellen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Leistungen bereit. Sie werden unter dem Begriff weitere Leistungserbringer zusammengefasst.




Krankenkassen können mit einzelnen Leistungserbringern Direktverträge abschließen. Das müssen nicht immer Ärzte und Krankenhäuser sein. Die Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre haben in diesem Bereich viel Neues ermöglicht. Durch die Einführung von medizinischen Versorgungszentren, hausarztzentrierter Versorgung, Integrierter Versorgung oder dem Versandhandel hat sich der Wettbewerb auf Seiten der Leistungserbringer deutlich verschärft.

Zugleich bewirken sie aber auch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Leistungserbringern. Und davon profitieren alle, denn die unzureichende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sektoren stellt nach Ansicht von Experten eines der größten Probleme des deutschen Gesundheitswesens dar.

In der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Kosten eines Arzneimittels direkt zwischen Krankenkasse und Apotheke abgerechnet. Damit sind die Krankenkassen Großkunden der Apotheken. Und als Großkunden bekommen sie "Preisermäßigungen" - den Apothekenrabatt. Die Krankenkassen kaufen damit Arzneimittel günstiger ein und können so ihre Versicherten entlasten.

Kassen können seit 2003 Rabattverträge mit Pharma-Unternehmen über Generika - Nachahmerpräparate - aushandeln, die es auf dem Markt auch von anderen Herstellern gibt. Durch die Gesundheitsreform 2007 wurde die Umsetzung der Verträge erleichtert. So wollen die Allgemeinen Ortskrankenkassen ( AOK ) bis Ende 2009 insgesamt bis zu 1 Milliarde Euro durch Rabattverträge mit Herstellern von günstigen Arzneimitteln sparen. Branchenführer wie Ratiopharm , Hexal und Stada zählen zu den betroffenen Herstellern. Millionen AOK -Versicherte bekommen bei entsprechenden Verordnungen in der Apotheke nur noch Mittel der Firma, für die die Rabatte ausgehandelt sind.

Seit dem 1. April 2006 gilt ein auf zwei Jahre befristeter Preisstopp für Arzneimittel. Erhöht ein Hersteller in dieser Zeit die Preise, muss er die Preiserhöhung als Rabatt an die Krankenkassen weitergeben. Der Preisstopp bezieht sich auf den Herstellerabgabepreis, das heißt den Preis, zu dem der Hersteller seine Produkte an den Großhandel oder die Apotheken verkauft – ohne Mehrwertsteuer.

Seit dem gleichen Stichtag gilt ein Abschlag auf patentfreie, wirkstoffgleiche Arzneimittel (so genannte Generika) zugunsten der Krankenkassen.

Der Abschlag in Höhe von zehn Prozent gilt nur in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und wird auf den Herstellerabgabepreis ohne Mehrwertsteuer erhoben. Preissenkungen kann der Hersteller mit dem Abschlag verrechnen, sofern der Hersteller den abgesenkten Preis mindestens drei Jahre stabil hält. Bei einer Preissenkung um zehn Prozent und mehr fällt der Abschlag ganz weg. Diese Anrechnungsmöglichkeit gilt aber erst für Preissenkungen nach dem 1. Januar 2007.

Krankenkassen können mit den Arzneimittelherstellern auch Rabattverträge schließen und die so erzielten Einsparungen an ihre Versicherten weiter geben.

Weitere Informationen zum Thema Medikamente und Apotheken:

  • aponet - Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen Mit Apothekenfinder.
  • ApoNoDie.de - Der Apothekennotdienst in Ihrer Nähe
    Der Apothekennotdienstkalender Deutschlands
  • APONEO - Onlineapotheke
    Deutsche Versand-Apotheke

Weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung:

Krankenkassen-Wechselservice

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