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Krankenhäuser

Erweiterte Möglichkeiten bei der ambulanten Versorgung

Trotz der Sparauflagen im Zuge der Gesundheitsreform sind die Krankenhäuser noch immer der größte Kostenfaktor im Gesundheitswesen. Im Jahr 2005 gaben die gesetzlichen Kassen 49 Milliarden Euro für stationäre Leistungen aus. Das waren 34 Prozent der Gesamtausgaben - einen so großen Anteil hatte kein anderer Einzelposten.




In Deutschland gibt es mehr als 2000 Krankenhäuser, die zuletzt etwa 17 Millionen Menschen pro Jahr versorgten. Zur Behandlung und Betreuung der Patienten arbeiten in den Kliniken rund 1,1 Millionen Menschen, darunter etwa 140 000 Ärzte sowie knapp 400 000 Pfleger und Schwestern.

Auch wenn die Krankenhäuser in Deutschland mit mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr den größten Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen ausmachen, ist die finanzielle Lage vieler Kliniken alles andere als rosig. Deren Verband DKG summiert die Finanzlücke auf 6,7 Milliarden Euro bei den laufenden Kosten 2008 und 2009. Preissteigerungen und Tarifabschlüsse von 8 Prozent schlagen zu Buche. Zudem fehlen den Kliniken mehr als 2 Milliarden Euro für Investitionen etwa in Klinikbauten. Hierfür sind die Länder zuständig.

Die Zahl der Krankenhäuser ist in den vergangenen Jahren allerdings deutlich gesunken. Seit 1990 schlossen bundesweit mehr als 300 Einrichtungen ihre Pforten, die Bettenzahl verringerte sich um ein Viertel auf gut 520 000 im Jahr 2005. Die Zahl der Patienten stieg im gleichen Zeitraum zwar an, doch während sie 1990 noch durchschnittlich 14,7 Tage im Krankenhaus blieben, sank ihre Verweildauer binnen 15 Jahren auf durchschnittlich 8,6 Tage.

Zugang zu ambulanter Versorgung im Krankenhaus erleichtert
Bereits seit einiger Zeit gilt: Krankenhäuser sollen nicht allein für stationäre Behandlung zuständig sein, sondern dürfen auch ambulante Leistungen in spezialisierten Bereichen erbringen. Das sind insbesondere solche Behandlungen, bei denen es auf spezielles Fachwissen sowie auf besondere Ausstattung ankommt. Krankenhäuser, die in diesen Bereichen tätig sein wollen, müssen sich das von der Aufsichtsbehörde des jeweiligen Bundeslandes genehmigen lassen. Diese Form der ambulanten Leistungserbringung ist auf einige Krankheiten beschränkt. Welche das sind, entscheidet ein spezieller Unterausschuss "ambulante Behandlung im Krankenhaus" beim Gemeinsamen Bundesausschuss.

Durch das Krankenkassen-Wettbewerbsstärkungsgesetz wird es für Krankenhäuser leichter, sich an Verträgen zur integrierten Versorgung zu beteiligen. Dabei kümmert sich ein Netzwerk aus Fachärzten, Kliniken und weiteren Leistungserbringern um die "integrierte" Behandlung einer bestimmten Krankheit. Bisher war dafür immer die Beteiligung eines niedergelassenen Facharztes für diese Krankheit erforderlich. Dieses Erfordernis fällt künftig weg, wenn das Krankenhaus zur Erbringung der ambulanten Leistung ermächtigt ist. Kliniken, die im Rahmen der Integrierten Versorgung ambulante Leistungen erbringen, profitieren damit auch von der Anschubfinanzierung für integrierte Versorgungsangebote, die bis zum Inkrafttreten eines neuen Vergütungssystems im ambulanten Bereich verlängert wird.

Weitere Informationen:

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