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Seehofer: Millionen Krankenkassen-Wechsler

Konkurrenzkampf zwischen Krankenkassen wird steigen

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer rechnet damit, dass in den kommenden Jahren Millionen von Versicherten ihre Krankenkasse wechseln werden. Grund dafür sei die Gesundheitsreform, durch die mehr Anreize für einen Krankenkassen-Wechsel geschaffen werde. Künftig können gut wirtschaftende Kassen Prämien an ihre Versicherten auszahlen.




Trotz des einheitlichen Beitragssatzes rechnet Seehofer mit einem zunehmenden Konkurrenzkampf zwischen den Krankenkassen. "Wenn der bundesweite Einheitsbeitrag nicht ausreicht für die Finanzierung der Kosten, müssen die Kassen wirtschaftlicher arbeiten. Dafür gibt es die Möglichkeit des Zusatzbeitrags", so Seehofer gegenüber der ZEIT. Letztlich werde es deutlich weniger Krankenkassen geben als heute. "In den nächsten zehn Jahren wird die Zahl auf unter hundert sinken", prognostiziert Seehofer.

Zu Beginn der Gesundheitsreform rechnet Seehofer nur mit einer geringer Wechselbereitschaft der Bürger. "Die Deutschen neigen nicht zu Kurzschlusshandlungen. Deswegen wird es in der Startphase nur einige Wechsler geben.“ Anders die Situation, wenn erste gut wirtschaftende Kassen Prämien an ihre Versicherten auszahlen, um ihre Mitglieder zu halten und neue zu werben. „Im Laufe der kommenden Jahre werden es Millionen sein", schätzt Seehofer die Wechselbereitschaft der Bürger ein.

Im Gespräch mit der ZEIT widerspricht Seehofer der verbreiteten Ansicht, dass durch die Gesundheitsreform die Bürger höher belastet werden. "Die Regierung hat sich vorgenommen, die Sozialabgaben unter 40 Prozent zu halten, und dieses Ziel werden wir erreichen.", so Seehofer. Dazu sagte er weiter, "Ich bin sicher, dass die Abgaben für sämtliche Sozialversicherungen zur Jahreswende nicht steigen." Höhere Krankenkassenbeiträge könnten nach Meinung von Seehofer durch die Senkung anderer Sozialabgaben ausgeglichen werden. "Was der Einzelne möglicherweise mehr für die Krankenkasse zahlt, gibt er weniger für die Arbeitslosenversicherung aus, denn diesen Beitrag werden wir senken."

Widerspruch von Seehofer erntet auch die Behauptung, dass die Bürgern für eventuell steigende Beiträge keine Gegenleistung bekommen werden. "Der Gesundheitsfonds wird die Versorgungssituation verbessern", behauptet Seehofer gegnüber der ZEIT. "Außerdem wird sich schon bald auswirken, dass die Mediziner und die Krankenhäuser im Zusammenhang mit der Fonds-Einführung deutlich besser ausgestattet werden.", so Seehofer. "Viele Ärzte werden modernere Geräte anschaffen, und sie werden sich wieder mehr Zeit nehmen. Das Gespräch wird in der Medizin wieder mehr Raum bekommen."

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