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Krankenkassen-Überschuss in Milliardenhöhe

GKV hat Reserven von rund 3,2 Milliarden Euro

Im Jahr 2007 haben die gesetzlichen Krankenkassen nach vorläufigen Ergebnissen einen Überschuss von 1,78 Milliarden Euro erwirtschaftet. Einnahmen von 155,40 Milliarden Euro stünden Ausgaben von 153,62 Milliarden Euro gegenüber. Damit konnten die gesetzlichen Krankenkassen bereits zum vierten mal in Folge ein Jahr mit einem finanziellen Plus beenden.




Das Jahresergebnis 2007 fiel für die Krankenkassen noch besser aus als im Vorjahr. 2006 war ein Krankenkassen-Überschuss von 1,63 Mrd. Euro erzielt worden. Durch die seit dem Jahr 2004 durchweg positiven Finanzergebnisse, verfügt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nun wieder über finanzielle Reserven von rund 3,2 Milliarden Euro. Ende 2003 hatte die Netto-Verschuldung der gesetzlichen Krankenkasse noch bei etwa 6 Milliarden Euro gelegen.

„Das positive Finanzergebnis 2007, verbesserte Perspektiven auf der Einnahmenseite [...] sowie eine konsequente Ausschöpfung vorhandener Einsparpotenziale sorgen dafür, dass die gesetzliche Krankenversicherung mit einer stabilen finanziellen Grundlage am 1. Januar 2009 in den Gesundheitsfonds starten kann", so eine Pressemitteilung des BMG zur Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenkassen. Spekulationen über Steigerungen des Beitragssatzes weißt das Bundesministerium zurück. „Die tatsächliche Finanzlage der allermeisten Kassen bietet daher wenig Gründe für immer neue, interessengeleitete Beitragssatzprognosen."

Krankenkassen-Überschuss: Verschuldung stark rückläufig

Bereits Ende 2006 hatten 187 der 242 gesetzlichen Krankenkassen wieder finanzielle Reserven aufgebaut. Zum Jahresende 2007 hat sich die Lage weiter verbessert. Die genauen Rücklagen der einzelnen Krankenkassen können jedoch erst mit den Ergebnissen der Endjahresrechnungen ausgewiesen werden, die im Sommer vorliegen werden.

Der Krankenkassen-Überschuss der vergangenen Jahre konzentrierte sich vor allem auf die großen Versorgerkassen. So verbuchten die Ersatzkassen einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sind mit einem Überschuss von 943 Mio. Euro besonders hervorzuheben. Der AOK-Verband steht aber auch vor der großen Herausforderung, die Entschuldung bei sämtlichen teilweise stark verschuldeten Mitgliedskassen bis Ende 2008 vollständig abzuschließen.

Der Krankenkassen-Überschuss ist auch der zum Teil deutlichen Beitragssatzanhebungen zum 1. Januar 2007 geschuldet. Diese waren nötig geworden, um den abgesenkten Bundeszuschuss und die Mehrbelastung durch die höhere Mehrwertsteuer (steigende Arzneimittelkosten) auszugleichen.

Für die Kassen, die trotz der Krankenkassen-Überschüsse im Jahr 2007 ihre Verschuldung noch nicht vollständig abbauen konnten, ist eine weitere finanzielle Konsolidierung vorgesehen. Entschuldungspläne sollen sicherstellen, dass bei allen Krankenkassen - zum Teil mit Unterstützung durch den Kassenverband - eine vollständige Entschuldung bis zum Start des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009 erfolgt.

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