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Mehr Geld für chronische Krankheiten gefordert

Barmer will mehr Geld für chronische Krankheiten

Mit dem Gesundheitsfonds sollen Krankenkassen über einen risikoorientierten Finanzausgleich für schwerwiegende und chronische Krankheiten besonders vergütetet werden. Nun hat der Wissenschaftliche Beitrat des Bundesversicherungsamtes eine Liste von 80 Krankheiten vorgelegt. Die Barmer Ersatzkasse hat die Methodik der Krankheitsauswahl begrüßt, fordert aber Nachbesserungen bei chronischen Krankheiten.




"Der Expertenvorschlag zur Krankheitsauswahl ist ein sinnvoller Ansatz und wichtiger Etappenschritt zur Ausgestaltung des neuen Risikostrukturausgleich", so Dr. Johannes Vöcking, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Die datengestützte, empirische Vorgehensweise ermögliche Transparenz für alle beteiligten Akteure. Das Bundesversicherungsamt, das die finale Auswahl der 80 Krankheiten trifft, habe nun eine brauchbare Basis für die Entscheidung erhalten.

Dennoch müsse der Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirates an einigen Stellen nachgebessert werden, so die Barmer. Insbesondere die Häufigkeit einer Erkrankung müsste statistisch stärker erfasst werden. Die Verbreitung von chronischen Krankheiten werde zu wenig berücksichtigt. Demgegenüber seien teure aber seltene Krankheiten zu stark vertreten. Chronische Krankheiten wie Asthma, COPD, Rheuma und teilweise Koronare Herzerkrankungen werden im Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates nicht erfasst. "Hier ist eine Nachjustierung notwendig", so Vöcking.

Weiterer Kritikpunkt der Barmer ist, dass Erkrankungen mit Potenzial zur Prävention, nicht auf der Liste vertreten seien. Für die Gesundheitsvorsorge der Krankenkassen sei dies kontraproduktiv. Für eine sinnvolle Präventionsarbeit bräuchten die Krankenkassen auch für diese Krankheiten Zuschläge.

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